Stéphanie Ferreira

«Das Wallis ist Heimat leidenschaftlicher Menschen, die es voranbringen wollen.»

Laut einer 2018 von Startupticker.ch und der Fakultät HEC der Universität Lausanne durchgeführten Studie in Bezug auf die meisten Start-ups, schafft es das Wallis auf den 8. Platz unter den Schweizer Kantonen. Unter diesen Start-ups befindet sich Nivitec, ein 2018 lanciertes Unternehmen, das sich auf die Suche nach Lawinenverschütteten mit Drohnen spezialisiert hat. Gegründet wurde Nivitec von den jungen Walliser Ingenieuren Vincent Bontempelli (25) und Jonathan Michel (23) und der Betriebswirtin Stéphanie Ferreira (26), ebenfalls Walliserin. Wir haben Letztere getroffen und sie zu ihrem Werdegang, ihrer Rolle innerhalb von Nivitec und ihrer Meinung zum Innovationspotenzial des Wallis befragt.

Die Geschichte von Nivitec beginnt in den Schulbänken der HES-SO Wallis. Anlässlich der Option «Business eXperience» hat Stéphanie Ferreira als angehende Betriebswirtin die beiden künftigen Geschäftspartner aus dem Studiengang Systemtechnik der Hochschule für Ingenieurwissenschaften kennengelernt. Während einem Jahr arbeiteten sie zusammen am Projekt einer autonomen Drohne um Lawinenverschüttete aufzuspüren. Nach Abschluss ihres Studiums und voller Überzeugung des Potenzials ihres Projekts, wagen sie sich in die Welt des Unternehmertums. Trotz ihres jungen Alters bereut Stéphanie Ferreira nichts: «Wir gingen unbekümmert und mit viel Improvisation an die Sache ran. Das hat auch seine Vorteile. Wir haben weder Vorurteile, noch eine genaue Anleitung. Wir folgen einfach unserem Gefühl.» 

Das Erfolgsrezept einer guten Unternehmerin.

Laut Stéphanie Ferreira zählen zu den Qualitäten einer guten Unternehmerin die Motivation, eine perfektionistische Arbeitsweise, das Streben nach Erfolg und der Wunsch, etwas Gutes zu schaffen sowie eine gewisse Ambition und ein Quantum Wahnsinn. Dieses Erfolgsrezept setzt sie täglich im Einsatz für Nivitec um. Sie ist verantwortlich für die kommerziellen Aspekte, führt die Geschäftsstrategie, die Forschung sowie die finanziellen Mittel und deren Beschaffung und die Kommunikation übers Projekt. «Ich suchte nach einem vielseitigen Job. Ich wollte keine traditionelle Anstellung in einer Bank oder einer Versicherung. Ich wollte etwas machen, das mir am Herzen liegt, eine wichtige Rolle innehaben und meine Kreativität ausleben können. Was die Innovation anbelangt, bin ich eher durch Zufall im Technologiesektor gelandet, aber froh, ihn entdeckt zu haben. Aus einer Technologie eine Dienstleistung mit konkretem Nutzen zu entwickeln, ist spannend», erklärt die junge Walliserin. 

Nivitec im Wallis lancieren? Selbstverständlich.

Das Start-up im Wallis zu lancieren, wo das Projekt geboren ist, war von Anfang an klar. Mit seinen zahlreichen Skigebieten ist der Kanton für die Entwicklung einer Rettungslösung von Lawinenverschütteten prädestiniert. Zudem werden Innovationsprojekte grundsätzlich unterstützt, bestätigt Stéphanie Ferreira: «Das Wallis ist ein Innovationszentrum, aber vor allem die Heimat leidenschaftlicher Menschen, die das Wallis lieben und es voranbringen wollen.» Die drei Geschäftspartner von Nivitec beweisen dies, indem sie die Bergrettung weiterentwickeln. Wenn alles nach Plan verläuft, werden sie diesen Winter einen Prototyp einer operationellen Drohne präsentieren um aufzuzeigen, dass die Technologie funktioniert. Nivitec bereitet sich vor, im Wallis und der ganzen Welt, abzuheben. 

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