Winterwochenende in der Aletsch Arena

Pistenkilometer ohne Ende, Gaumenschmaus und der grösste Gletscher der Alpen.

Waren Sie schon einmal in der Aletsch Arena? Wir bis vor Kurzem noch nicht. Dies änderte sich schlagartig, als wir, Martina und Luca, ohne Erwartungen an einem Wettbewerb von Valais/Wallis Promotion teilgenommen haben. Und gewonnen haben. Das Wallis lieben wir beide. Ein Wochenende in der uns noch unbekannten Aletsch Arena klang für uns daher nach dem Jackpot. Auf dem Walliser Sonnenplateau befinden sich auf rund 2000 Metern über Meer die autofreien Ferienorte Fiescheralp, Bettmeralp und Riederalp. Aber nicht nur für Ruhesuchende, sondern auch für Sportbegeisterte, Naturfreunde sowie Familien hat die Aletsch Arena einiges zu bieten. Gerne teilen wir mit Ihnen unsere Highlights und bringen Sie ebenfalls auf den Geschmack des «befreiendsten Naturerlebnisses der Alpen».

Vom Rhonetal auf 2926 m ü. M.

Wir haben das Glück, nicht nur zwei Tage, sondern gleich ein verlängertes Skiwochenende in der Aletsch Arena zu geniessen. Also reisen wir bereits am Freitagvormittag ins Wallis. Das Auto bleibt in Fiesch und wir nehmen die Gondel hoch zur Fiescheralp auf 2212 Metern über Meer. Schnee gibts dort auch Mitte März noch in Hülle und Fülle. Rund zehn Sekunden dauert der Fussweg von der Bergstation zum Hotel Alpina, wo wir herzlich begrüsst werden. Nach dem Check-in machen wir uns auf den Weg zum Eggishorn. Beim Aussteigen aus der Luftseilbahn bläst uns ein kalter Wind um die Ohren. Kein Wunder auf knapp 3000 Metern. Als wir uns der Panoramaplattform Eggishorn nähern, ist die Kälte jedoch schnell vergessen. Der erste Blick auf den grössten Gletscher der Alpen ist atemberaubend und erwärmt unsere Herzen. Der Aletschgletscher ist mit einer Länge von 20 Kilometern, einer Dicke von 800 Metern und einer Oberfläche von 79 Quadratkilometern das Herzstück des UNESCO-Welterbes Swiss Alps Jungfrau-Aletsch. Sogar das Matterhorn, aber auch die Berner Alpen mit Eiger, Mönch und Jungfrau, können wir von dort oben aus erblicken.

Winterwanderung von der Fiescheralp auf die Bettmeralp

Nach den imposanten Aussichten auf dem Eggishorn nehmen wir wieder die Luftseilbahn zurück auf die Fiescheralp. Von dort aus starten wir die fünf Kilometer lange Wanderung zur Bettmeralp, eine der insgesamt 30 Winterwanderungen in der Aletsch Arena. Der Weg ist super präpariert und verläuft grösstenteils flach. So können wir uns auf die frische Bergluft und aufs weisse Bergpanorama um uns herum fokussieren. Auf halbem Weg zur Bettmeralp lassen wir uns in der Bättmerhitta mit selbstgemachten Käsespätzli und der wohl besten Cremeschnitte der Alpen verwöhnen. Vom Hörensagen wissen wir, dass viele Gäste den Wanderweg Fiescheralp-Bettmeralp hauptsächlich wegen dieser Leckerei auf sich nehmen. Nach der Verköstigung geht es weiter zur Bettmeralp, wo wir auf dem Weg durchs herzige Walliser Dorf die idyllische Kapelle Maria zum Schnee besichtigen. Via Luftseilbahn, Zug und Gondel gelangen wir zurück auf die Fiescheralp, wo wir im Hotel Alpina den Tag bei einem köstlichen Vier-Gänge-Menü Revue passieren lassen.

Feel Free – Freiheit der Alpen

Am frühen Samstagmorgen gleiten wir quasi vom Bett aufs Brett. Da sich das Hotel Alpina direkt an der Piste befindet, ist Ski-in und Ski-out vorprogrammiert. Die Fahrten von der Fiescheralp zur Bettmeralp und Riederalp sind ein reines Vergnügen. Insgesamt 104 Pistenkilometer und 35 Anlagen verbinden die drei Ortschaften miteinander. Die Pisten sind breit und mehrheitlich blau und rot – einfach super zum Carven. Wir sind erfüllt mit einem überwältigenden Gefühl der Freiheit und wollen vom Skigebiet und der Aussicht maximal profitieren.

Mittags kehren wir im Panoramarestaurant Bettmerhorn ein und lassen uns bei epischen Blicken auf die vielen Viertausender mit der Gommer Spezialität Cholera verwöhnen. Klingt zwar nicht besonders schön, ist aber eine Köstlichkeit, die bei einem Besuch im Wallis nicht fehlen darf. Später besichtigen wir auf Ski und Snowboard weitere Aussichtspunkte wie die Hohfluh und die Moosfluh und bekommen erneut den Grossen Aletschgletscher zu Gesicht. Wir fahren bis zur letzten Fahrt weiter, denn trotz dem sonnigen Wetter wird der Schnee nicht sulzig. Die Höhenlage zwischen 1925 und 2869 Metern garantiert zwischen Dezember und April perfekte Bedingungen.

Nach einem erlebnisreichen Tag entspannen wir uns bei einem Saunagang und sind froh, können wir wieder im hoteleigenen Restaurant «z Nacht» essen.

In Pietros Gourmetküche auf der Riederfurka

Auch am Sonntag verbringen wir den ganzen Tag im Skigebiet, umgeben vom eindrücklichen Walliser Bergpanorama. Heute laden wir die Skiline App runter, denn wir wollen an der Glacier Challenge teilnehmen. Auf Ski und Snowboard legen wir über 4000 Höhenmeter zurück, schiessen Fotos an verschiedenen Aussichtspunkten und sammeln dabei Badges in der ganzen Aletsch Arena. Ein Spass für Klein und Gross.

Die vielen Abfahrten machen uns hungrig und so schlagen wir den Weg zur Riederfurka ein, wo uns der krönende Abschluss unseres Aletsch-Wochenendes erwartet. Der autodidaktische Koch und Küchenchef Pietro Catalano begrüsst uns mit einem Amuse-Bouche. Seit 2021 führt er das Restaurant Riederfurka, welches Gault-Millau mit 13 Punkten ausgezeichnet hat. Wir dürfen auch hinter die Kulissen blicken: In seinem Reich erzählt er uns von seinen Kreationen und Experimenten, bevor er uns mit selbstgemachten farbigen Gnocchi, Tagliolini al Tartufo und einem Dessert in Form des Aletschgletschers begeistert. Ein Besuch am «Chefs Table» bei Pietro und seinem Team ist ein Muss für alle Gourmetliebhaber.

Unser Fazit

 «Das befreiendste Naturerlebnis der Alpen» – das Markenversprechen der Aletsch Arena trifft den Nagel auf den Kopf. Beim Ski- und Snowboardfahren auf den über 100 Pistenkilometern der Fiescheralp, Bettmeralp und Riederalp, fühlten wir uns wie freie Vögel. Und dann diese Aussichten. Immer wieder begegneten wir dem grössten Gletscher der Alpen und die Sicht auf das Matterhorn, den Dom, Eiger, Mönch und Jungfrau sowie die anderen vierzig Viertausender, liessen unsere Herzen höherschlagen. In Kombination mit der Gastfreundschaft und den Köstlichkeiten im ganzen Skigebiet, macht die Aletsch Arena den perfekten Winteraufenthalt aus. Da bleibt uns nichts anderes übrig, als wiederzukommen. Bis bald in der Aletsch Arena.

Publiziert: April 2022

Text und Fotos: Martina Carlen und Luca Körber