Walliser Spezialitäten

Wein

Verkostung von Walliser Weinen. Weinglas, Wallis Schweiz

Eine Mosaik von Rebbergen

Walliser Rebsorten

Fendant (Chasselas)

Nirgendwo sonst entwickelt die Chasselas-Rebe einen so subtilen und komplexen Wein wie in der Schweiz. Der Fendant ist eine frühreife und produktive Rebsorte. Sie wird im Wallis so genannt, weil sich die reife Beere spaltet, wenn man sie zwischen den Fingern drückt. Sein diskretes, kristallines aromatisches Profil lässt den floralen, fruchtigen oder mineralischen Nuancen, die ihm seine Umgebung vermittelt, galant den Vortritt. Er weist oft eine leichte Kohlensäure auf, ist immer fröhlich und elegant. Kurz: der Apérowein par excellence.

Rebsorte Fendant (Chasselas) im Wallis

Petite Arvine

Die Petite Arvine ist der grosse Walliser Weisswein überhaupt. Sie gilt seit 1602 als exklusive Walliser Spezialität, ist delikat und windempfindlich und reift erst spät. Die Petite Arvine verlangt nach den allerbesten, nicht zu trockenen Lagen. Ihre Weine entfalten sich in zahlreichen Varianten: trocken und nervig mit Aromen von Glyzinien und Grapefruit oder auch leicht restsüss mit Noten von Rhabarberkonfitüre. Im Gaumen zeichnen sich alle Varianten durch eine höchst lebhafte Säure und eine feine Salznote aus – das Markenzeichen der Petite Arvine.

Rebsorte Petite Arvine im Wallis

Heida (Païen oder Savagnin Blanc)

Heida (im Oberwallis) oder Païen ist der Walliser Name für den Weisswein, der aus der Sorte Savagnin, auch Traminer genannt, gekeltert wird. Ursprünglich nur auf den Hängen von Visperterminen bis in eine Höhe von 1100 Metern angebaut, bietet er eine ausserordentliche Aromenpalette von Zitrus- und exotischen Früchten und verbindet Struktur mit lebhafter Frische.

Rebsorte Heida im Wallis

Cornalin

Der im Wallis erstmals zu Beginn des 19. Jahrhunderts erwähnte Cornalin ist spätreifend, launisch und schwierig zu kultivieren. Er hat eine wunderbare dunkel-kirschrote Farbe mit violettem Schimmer. Er besitzt eine aussergewöhnlich kraftvolle Frucht, eine unbeschwerte Jugendlichkeit sowie einen zugleich schlanken und sehr frischen, lebhaft-wilden Körper. Mit seinen würzigen Nelken- und fruchtigen Schwarzkirschnoten ist er ohne Zweifel der edelste Walliser Rotwein. Im Lauf der Jahre wird sein Feuer zahmer und er nimmt eine bemerkenswerte Patina von Finesse und Vornehmheit an.

Rebsorte Cornalin im Wallis

Humagne Rouge

Über den Grossen Sankt-Bernhard-Pass ins Wallis gelangt, ist die Humagne Rouge nach dem Cornalin die zweitedelste Rotweinsorte mit typischem Walliser Charakter. Robust und von später Reife, produziert sie gediegene Jahrgänge und verführt mit einem aromatischen Profil aus wilden Beeren, Unterholz, Baumrinde und Veilchen. Ein Wein für Liebhaber – im Gaumen mit geschmeidigem Auftakt und dicht gewoben im Finale –, den man jung oder nach drei bis fünf Jahren Kellerlagerung trinken sollte.

Rebsorte Humagne Rouge im Wallis

Syrah

Diese Sorte wird seit 1926 im Wallis angebaut und ergibt hier einen purpurroten Wein mit rassigen Tanninen, der wunderbare Noten von Gewürzen, schwarzem Pfeffer und Waldbeeren entfaltet. Mächtig und vornehm besitzt er in den besten Jahren ein Alterungspotenzial von fünf bis zehn Jahren.

Rebsorte Syrah im Wallis

Pinot Noir

Der Pinot Noir ist die mit Abstand am meisten verbreitete Rebsorte im Wallis. Er wurde Mitte des 19. Jahrhunderts eingeführt, um dem Walliser Weinbau, der sich damals gerade in einer grundlegenden Wandlungsphase befand, neuen Aufschwung zu verleihen. Der Pinot Noir, frühreif und resistent gegen Hitze und Kälte, ist im Wallis beliebt. Er bringt Weine von sehr unterschiedlichen Ausdrucksformen hervor, was durch die grosse Bodenvielfalt im Wallis begünstigt wird. Zusammen mit Gamay zu Dôle verarbeitet, verleiht er diesem Struktur, Noblesse und Eleganz.

Pinot Noir, Wallis

Broschüre - Walliser Weine: pure Passion.