Energie

Mit seinen 46 Staudämmen erzeugt das Wallis mehr als ein Viertel der in der Schweiz verbrauchten Energie aus Wasserkraft. Mit über 300 Sonnentagen im Jahr bietet der Kanton zudem ideale Voraussetzungen für Photovoltaikanlagen. Zur Nutzung von Wasser und Sonne kommen noch die Windkraft sowie die Verwertung organischer Abfälle, sogenannter Biomasse, hinzu. Diese sauberen, nachhaltigen und effizienten Energiequellen sichern die Energieversorgung des Kantons.

Solarenergie

Zuverlässige und nachhaltige Energieversorgung hat sich Studer Innotec zur Aufgabe gemacht. In seinem Werk in Sion stellt das Unternehmen jährlich 20’000 Wechselrichter her. Diese werden hauptsächlich für netzferne Anlagen, aber auch für Bordsysteme von Autos, Schiffen und Flugzeugen, für die Industrie und für Notstromversorgungsanlagen entwickelt. Für den vielfältigen Bedarf seiner Kunden aus aller Welt hat Studer Innotec über 60 verschiedene Wechselrichter, Wechselrichter/ Batterielader und MPPT-Solarladeregler im Angebot.

Die Wechselrichter von Studer Innotec werden zum Beispiel für die Notstromversorgung der Kassen und des Informatiksystems im Fussballstadion von Johannesburg in Südafrika eingesetzt.

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Holz

Heizen mit lokalen, erneuerbaren Energieträgern ist das Motto des Unternehmens Valpellets, das an seiner Produktionsstätte in Uvrier über 10’000 Tonnen Holzpellets jährlich herstellt und vertreibt. Durch Verwertung des Energiepotenzials der heimischen Wälder bietet es eine saubere Heizmöglichkeit. Die Sägespäne und das Sägemehl werden am Standort der Kehrichtverbrennungsanlage UTO getrocknet, zermahlen und gepresst, um mit der Produktionsabwärme eine Fernheizung zu betreiben.

Die Jahresproduktion von Valpellets entspricht dem Verbrauch von 1000 Haushalten, zehn Schulen und zwei Fernheizungsanlagen.

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Kleinstwasserkraftwerke

Die Erzeugung von Strom aus Wasserkraft erfordert keine aufwändigen Infrastrukturen. Die Peltonturbinen der mechanischen Werkstatt Jacquier-Luisier beweisen es: Auch mit kleinen Wasserläufen oder mit vorhandenen Trinkwassernetzen kann man Energie erzeugen. Mehrere Walliser Gemeinden betreiben diese Kleinstwasserkraftwerke an ihren Flüssen mit mittlerem bis hohem Gefälle. Die Maschinen sind so gut, dass sie einen Wirkungsgrad von neunzig Prozent gewährleisten. Sie werden alle individuell in der Werkstatt in Evionnaz angefertigt und bilden eine schlüsselfertige Lösung.

In den Gemeinden können Kleinstwasserkraftwerke mit einer Leistung von 80 bis 2000 Kilowatt installiert werden, um nachhaltig Energie vor Ort zu produzieren.

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Wasserkraft

Der Kanton Wallis hält den grössten Anteil an der FMV AG, deren Zweck es ist, die Wasserkraftressourcen dem Walliser Gemeinwesen nutzbar zu machen. Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Produktion, der überregionalen Verteilung und der Vermarktung von Strom aus Wasserkraft. Der über den gesamten Kanton verteilte Produktionspark der FMV erzeugt jährlich rund eine Milliarde Kilowattstunden einheimischer, sauberer und erneuerbarer Energie und deckt damit etwa ein Drittel des Strombedarfs des Wallis ab. Als grösster Akteur in diesem Sektor spielt die FMV eine Schlüsselrolle in der Wasserkraftstrategie des Kantons.

Die Jahresproduktion der FMV entspricht dem durchschnittlichen Verbrauch von 250’000 Haushalten.

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Schon gewusst?

Seit mehr als vierzig Jahren stellt das Wallis durch die Firma Energie Solaire in Sierre seine eigenen Solarthermie-Sensoren her.