Mountainbike

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Stoneman Glaciara

127 km und 4.700 spektakuläre Höhenmeter zwischen Gletschern, zahllosen 4.000ern und der faszinierenden Mystik jahrhundertealter Bergdörfer – das ist der Stoneman Glaciara, das exklusive Mountainbike-Erlebnis von Roland Stauder in der Schweiz.

  • Schwierigkeit

    schwer

  • Länge

    126.7 km

  • Dauer

    12:00 h

Die Stoneman-Route führt über drei ausgewogene Etappen hinauf ins Aletschgebiet und zurück nach Mörel. Mit knapp 1.600 Höhenmetern folgt der Königsanstieg: eine alte Militärstraße führt steil hinauf zum 2.451 m hohen Breithornpass. Es folgt die Abfahrt ins Binntal. Immer der Rhone entlang geht es danach in Richtung Obergoms – durch uralte, mystische Dorfkerne, entlang geschichtsträchtiger Denkmäler und einladender Cafés. Der Stoneman Glaciara ruft! Und zwar nach abenteuerlustigen Mountainbikern, die sich vor dieser beeindruckenden Kulisse einer ganz besonderen Herausforderung stellen.

Wegbeschreibung

Moosfluh - Breithorn 

Die lange Abfahrt von der Moosfluh über Riederalp und Greich nach Mörel erfordert stellenweise höchste Konzentration. Dabei gilt es an einigen Stellen kurze technische Passagen zu überwinden. Im Talgrund wechselt die Route auf die Schattenseite des Rotten (Rhone) und führt unterhalb Bisters über eher flaches Gelände in Richtung Grengiols. Die steile Rampe von Grengiols treibt den Puls ganz nach oben. Es folgt ein meist flaches Stück auf Asphalt bis Richtung Breithorn. Und hier beginnt sie – die Alpe d’Huez des Stoneman Glaciara! Nach einem endlos scheinenden steilen Anstieg (1.450 Höhenmeter, 14 Kehren) über eine im Zweiten Weltkrieg in den Berg geschlagene Militärstraße erklimmt die Route den Breithornpass, das Dach des Stoneman Glaciara (2.451 m ü.M).

Breithorn - Binn 

Von hier aus geht es in einer langen Abfahrt (12 km) über eine Flur- und Schotterstraße nach Heiligkreuz – früher ein viel besuchter Wallfahrtsort. Der Stoneman Glaciara verläuft weiter im Landschaftspark Binntal. Über einen kurzen Zwischenanstieg nähert er sich der Ortschaft Binn, dem Ausgangspunkt zum Weiler „Im Feld“ und zum Binntal. Die ursprünglichen Bergdörfer mit den alten Häusern aus dunklem Lärchenholz dienten als Unterkunft der „Strahler“, die einzigartige Mineralienfunde hervor brachten.

Binn - Reckingen

Das erste Stück der Etappe verläuft abwärts auf der Asphaltstraße. Die Route zweigt links auf eine Umfahrung des Tunnels ab. Auf einem befestigten Weg durchquert sie dabei die sehenswerte, enge Twingi-Schlucht. Hier wandert der Blick immer wieder über den Abgrund zum ca. 200 m tiefer liegenden Bach Binna. Es folgt erneut ein kurzer asphaltierter Abschnitt, bevor der Stoneman Glaciara oberhalb von Ausserbinn auf einem schönen Weg Richtung Ernen weiter verläuft. Ernen – früher der kirchliche und weltliche Mittelpunkt des Goms – ist Träger des Wakkerpreises für den besonders guterhaltenen historischen Dorfkern. Nun folgt die Strecke mehr oder weniger dem Lauf des Rotten (Rhone) – stromaufwärts über Mühlebach (Dorfkern mit ältesten Holzhäusern der Schweiz) – Steinhaus – Bodmen bei Blitzingen bis Reckingen. 

Reckingen - Bellwald

In Reckingen wechselt der Stoneman Glaciara erneut auf die Sonnenseite des Hochtals. Er passiert zahlreiche Bergdörfer (Gluringen, Ritzingen, Biel, Selkingen, Blitzingen), die mit ihren typischen, uralten Lärchenhäusern und kompakten Ortskernen das hiesige Kulturerbe prägen. Bis Niederwald werden eher asphaltierte Straßen befahren. In Niederwald ist Cäsar Ritz – König der Hoteliers und Hotelier der Könige – aufgewachsen. Das Bergdorf ist in seiner Ursprünglichkeit und einzigartigen Ausstrahlung erhalten geblieben. Am Dorfausgang beginnt der knackige Aufstieg (300 Höhenmeter) über einen Tannen- und Lärchenwaldweg bis hinauf nach Bellwald.

Bellwald - Märjela

Ab Bellwald, der Sonnenterrasse des Goms mit sehenswertem, alten Dorfkern, verläuft der Stoneman Glaciara zunächst eher flach auf einem Wechsel aus Straße, unbefestigtem Weg und Trails über die Weiler Ried, Eggen und abwärts bis Bodmen. Es folgt der Lieblings-Trail vieler Einheimischer entlang einer Gletscherendmoräne. Ein breiter, von zahlreichen Wurzeln durchsetzter Weg führt durch ein wunderschönes Waldstück. Er zweigt bald rechts in Richtung Fieschertal ab. Nach einem flachen Teilstück über die Ortschaften Fiesch und Lax beginnt ein erster herausfordernder Aufstieg über ca. 1.200 Höhenmeter zur Fiescheralp. Oben angekommen, passiert die Strecke die Seilbahnstation und führt nördlich in Richtung Märjela – zuerst eher flach, dann in einer kurzen Steigung zum Eingang eines Tunnels. Diese abenteuerliche Bergdurchfahrt (ca. 1 km lang, kühl und spärlich beleuchtet) endet direkt am Checkpoint Märjela.

Märjela - Moosfluh

Märjela, ein wahrhaft mystischer Ort! Entlang des Gratzuges, wo sich früher ein Gletschersee ausbreitete, traten der Sage nach nachts verwunschene Seelen aus dem Eis. Auch heute noch strahlt der Aletschgletscher in seiner magischen Anziehungskraft. Ein kurzer Fußmarsch zu diesem spektakulären Ausblick ist ein Muss! Der Blick auf hunderte Meter dickes Eis und klaffende Gletscherspalten flößt Ehrfurcht ein. Die Route verläuft anfänglich auf schmalen Pfaden entlang der Ostseite des Eggishorn zurück zur Fiescheralp. Achtung! Nach flacher Anfahrt folgt eine anspruchsvolle Passage, die teils schiebend passiert werden muss. Weiter geht es in kupiertem Gelände immer der Beschilderung folgend in Richtung Bettmer- und Riederalp. Die Trails lassen jedes Mountainbike-Herz höher schlagen. Ein letzter steiler Anstieg führt den Stoneman Glaciara hinauf zum Blausee und weiter zur Moosfluh, die erneut mit einem einmaligen Blick auf den Großen Aletschgletscher belohnt.

Startort: verschiedene Startorte möglich, da es sich um eine Rundtour handelt (764 m)
Zielort: verschiedene Zielorte möglich, da es sich um eine Rundtour handelt (765 m)

Tipp des Autors

Absolvieren Sie die Tour nach Ihrem Geschmack in zwei bis vier Tagesetappen. In den verschiedenen Destinationen stehen zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung. 

Technische Informationen

  • Höhenlage

    2743 m 757 m

  • Anstieg

    4962 m

  • Abstieg

    4960 m

  • Technik

    Bewertung: 5.0 von 5.0 Punkten

  • Kondition

    Bewertung: 6.0 von 5.0 Punkten

  • Erlebnis

    Bewertung: 6 von 5.0 Punkten

  • Landschaft

    Bewertung: 6.0 von 5.0 Punkten

Öffentliche Verkehrsmittel

SBB Züge nach Brig via Lötschberg (von Bern) oder Sion (von Lausanne). Von Brig mit den Regionalzügen (sowie eventuell Seilbahn) Richtung Goms zu Ihrem Startort.

Anfahrt

Folgen Sie ab Sierre der Kantonsstrasse 9 nach Brig. Anschliessend über die Kantonsstrasse 19 Richtung Furka zu Ihrem Startort. Die Orte in der Aletsch Arena sind autofrei - Sie erreichen die Orte per Seilbahn. 

Parken

Folgen Sie dem lokalen Parkleitsystem am gewählten Startort. 

Ausrüstung

Unsere Empfehlung: Technisch einwandfreies Bike, Helm, Handschuhe und Glocke, je nach Witterung passende Kleidung (immer dabei: Regenschutz), Getränk und Verpflegung.

Sicherheitshinweise

Ausschliesslich die markierten Bike-Wege und Strassen benutzen und die Beschilderung befolgen. Bitte Gatter und Weidezäune wieder hinter sich schliessen. Rücksicht nehmen auf Wanderer sowie Pflanzen und Tiere. Wanderer haben grundsätzlich Vortritt. Eigene Fähigkeiten und Kondition gut einschätzen. Das Befahren der verschiedenen Routen erfolgt grundsätzlich auf eigene Verantwortung.