Thierry

Thierry Cardis

Vorname: Thierry
Nachname: Cardis
Geburtsdatum: 29.08.1981
Herkunft: Monthey
Beruf: Glasbläser
Besonderheit: Thierry Cardis, Eigentümer der Glaserei Cardis in Monthey, stellt zum einen spezielle technische Gläser für chemische Labors und zum anderen künstlerische Werke her. Zusammen mit seiner Mutter, die seine Leidenschaft ebenfalls teilt, kreiert er Schmuckstücke aus farbigem Glas, welche sie dann in seiner Werkstatt verkaufen.
Lieblingsort: Salanfe, wo er es geniesst, in den frühen Morgenstunden zu fischen und zu beobachten, wie sich die Natur im Verlauf der Monate verändert.

Glasblasen, ein Kindheitstraum, der für Thierry Cardis Wirklichkeit wird.

Seinen Beruf hat Thierry Cardis bereits als Kind gewählt. Nachdem er auf einem Markt zum ersten Mal einen Glasbläser sah, hat ihn diese Idee nicht mehr losgelassen. Nach mehreren Praktika entdeckt er seine wahre Passion für das Glas und beginnt eine Lehre in Basel. «Die Leidenschaft hat mich gepackt und ich wusste sofort, dass ist es, was ich machen will. So hat es angefangen.» In der Schweiz existiert kein Fachausweis für Glasbläser. Deshalb musste er für mehrere Monate im Jahr nach Deutschland, um seine Ausbildung zu vervollständigen. Mit dem Fähigkeitszeugnis als Glasbläser in der Tasche, arbeitete er zunächst in Neuenburg. Doch getrieben vom Heimweh und der Sehnsucht nach seiner Familie, eröffnete er 2007 in Monthey seine eigene Glaserei. Neben dem Wissen um die technischen Ansprüche pharmazeutischer Labors, der Forschung, der Chemie oder der Industrie, nutzt er seine Kenntnisse zur Schaffung von Kunstgegenständen: «Ich mag den technischen und formgebenden Anspruch für Laboratorien,  liebe es aber auch, zur Abwechslung und um flexibler zu sein, kunstvolle Werke herzustellen.» Eines Jahres zu Weihnachten schenkte er seiner Mutter eine Kette aus selbstgeblasenen Perlen, welche er extra für sie gefertigt hatte. Fasziniert von der Technik und den unendlichen Möglichkeiten beim Arbeiten mit Glas, beginnt auch sie sich mit den speziellen Anforderungen des Glases auseinanderzusetzen und besucht Kurse zur Herstellung von Glasperlen. Zu zweit entwerfen und schaffen sie mittlerweile in ihrem Atelier in Monthey einzigartige Schmuckstücke. Seit 2020 sind die Produkte der Glaserei Cardis mit dem Label Marke Wallis zertifiziert. Da das Wallis nur sehr wenige Glasereien zählt, ist es ein Plus, einen Glasbläser dazuzählen zu können. Zum einen zugunsten besonderer Ansprüche von Unternehmen und zum anderen für Kunden, die ihren Liebsten ganz besondere Geschenke machen wollen.  

Christophe

Christophe Bonvin

Vorname: Christophe          
Name: Bonvin
Geburtsdatum: 14.04.1965
Herkunft: Sion
Beruf:  Betreuer der Privatkundschaft und Gründer des Clubs Vins Emotions
Besonderheit: Die Charta «Grain Noble ConfidenCiel», gegründet 1996, ist eng mit dem Erfolg der Walliser Süssweine verbunden. Sie vereinigt 30 Produzenten, welche sich zur Einhaltung der zehn Punkte des Reglementes zur Produktion eines süssen und likörartigen Weines von hoher Qualität verpflichtet haben. Dabei spielt das Klima zur Befolgung dieser Kriterien eine entscheidende Rolle. Morgenstunden mit hoher Luftfeuchtigkeit und sonnige Nachmittage sind für Süssweine unentbehrlich. Mit seinen 300 Sonnentagen im Jahr ist das Wallis der ideale Ort zur Herstellung solcher überreifer Weine.
Lieblingsort: Der «Rocher de la Barme» in Verbier, einer der zahlreichen Kletterorte im Wallis, wo er sich immer wieder mit den berühmten Kletterern Patrick Edlinger und Dave Graham trifft.

Der ehemalige Fussballer Christophe Bonvin teilt seine Leidenschaft für Wein seit mehr als zwei Jahrzehnten.

Schon vor 20 Jahren, nach seinem Rückzug aus dem Sport und ausgestattet mit einem Picknickkorb voller leckeren Sachen und Weinen, lebte Christophe Bonvin seine Passion zum Wein mit seiner Familie. Von da an machte er diese bei der Kellerei Bonvin 1858 zum Beruf. Nach dem Einfahren der Weinernte und den fallenden Herbsttemperaturen, scheint für die Winzer eine ruhige Zeit anzustehen. Es sei denn, sie widmen sich der Spätlese. Die Ernte der welken Trauben, gesüsst durch einen edlen Fäuleprozess, der Botrytis, ist im Gang. In den Celliers de Sion, dem Weinpark der Kellereien Bonvin und Varone, wo der ehemalige Sportler nun arbeitet, kann der Weinliebhaber jeden Tag mehrere Varianten von Süssweinen degustieren. Mit der Cuvée St-Eloi, der jährlichen Lese vom 1. Dezember, oder der Cuvée 1858 Or, die gemäss Charta Grain Noble ConfidenCiel produziert wird, stehen in den Celliers de Sion Süssweine für den anspruchsvollsten Gaumen bereit. Das Geheimnis von Christophe Bonvin über den Genuss dieser exklusiven Tropfen? Immer ein Stück Brot und Blauschimmelkäse in Reichweite; die perfekte Kombination für einen kleinen Snack. Wenn er sich nicht gerade um seinen Wein kümmert, hält sich Christophe Bonvin gerne in der Natur auf und bewundert die malerische Walliser Landschaft. «Hier kann man sich jeden Tag vergnügen, man braucht nur die Augen zu öffnen.» Mit einem Glas guten Süsswein scheint die Kulisse noch zauberhafter.

Yann

Yann Bouduban

Vorname: Yann
Nachname: Bouduban
Geburtsdatum: 26.05.1992
Herkunft: Conthey
Beruf: Gründer von Helveski
Besonderheit: Helveski ist eine von Olympiasiegern und Skiexperten gegründete, wettbewerbsfähige Schneesportakademie, die seit 2018 in China tätig ist. Ihre Mission ist es, das Schweizer Fachwissen im Skisport zu exportieren und eine Referenzausbildung in Bezug auf Qualität und Effizienz in diesem Bereich anzubieten. Die chinesische Regierung hat Helveski auch auserwählt, die einheimischen Wintersportathleten auf die Olympischen Spiele 2022 in Peking vorzubereiten. Dieser Ansatz ermöglicht es, das Walliser Know-how in Sachen Schneesport in China, einem Land mit bereits zwölf Millionen Skifahrenden, bekannt zu machen.
Lieblingsort: Die Alpe Mase, auf der er bereits als Kind seine Ferien verbracht hat. Dort kann er völlig abschalten und sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren.

Die von Yann Bouduban gegründete Helveski ermöglicht es chinesischen Hobby- und Profisportlern, das Skifahren in China und im Wallis zu erlernen.

Yann Bouduban aus Conthey verbringt jedes Jahr einige Monate im chinesichen Chongli, um eine sportliche Klientel zu trainieren und zu betreuen, die sich für Leistung und den Nervenkitzel im Schnee begeistert. Alles beginnt 2015 während seiner ersten Reise nach China. Er freundet sich mit einem chinesischen Kollegen an und beschliesst, mit dessen Hilfe Helveski im Reich der Mitte anzusiedeln. Obwohl das Skifahren in China durch die Unterstützung und Förderung der Regierung sehr populär geworden ist, wird es nicht mehr nur als Hobby angesehen. Ausserdem weist Yann Bouduban darauf hin, dass «ein Grossteil der Chinesen das Skifahren als Beruf ausübt und ständig auf Leistung aus ist. Es ist für sie auch eine Möglichkeit, sich zu profilieren.» Bald einmal merkt er, dass auch die Chinesen das Skifahren als Grund zum Reisen nutzen. Sie organisieren ihre Trips selbst und erkunden dank der Skipisten die Welt. Parallel dazu entwickelt sich Helveski in der Schweiz und empfängt in Skicamps junge Leute aus China, die das Skifahren und seine besondere Atmosphäre in den Bergen kennenlernen möchten. Wenngleich China über beeindruckende Skigebiete verfügt – es gibt im Land auch Skihallen, die Schneesport zu allen Jahreszeiten ermöglichen. Allerdings sind diese weit davon entfernt, den Zauber des Walliser Winters wiederzugeben. «Im Wallis zelebrieren wir das Skifahren förmlich», schmunzelt der Jungunternehmer. Und aus diesem Grund wird die Zukunft von Helveski auch im Wallis liegen. Yann verfolgt nämlich das Ziel, die Menschen dazu zu bringen, die einmalige und wohltuende Wirkung der Berge zu entdecken und eine Community chinesischer Skifahrenden zu schaffen, die von einem Ferienort zum andern reist, um den Spass am Schneesport zu geniessen. Für ihn bedeutet dies nach Hause zu kommen, an seinen Lieblingsspielplatz – die Walliser Berge.

Raphaëlle

Raphaëlle Luisier

Vorname: Raphaëlle
Nachname: Luisier
Geburtsdatum: 18.06.1982
Herkunft: Fully
Beruf: Bioinformatikerin und Forscherin im Bereich Computermethoden zur integrativen Analyse von genomischen, bildgeberischen und numerischen Daten.
Besonderheit: Raphaëlle Luisier ist Forscherin beim Forschungsinstitut Idiap, wo sie die  Gruppe genomische und numerische Gesundheit leitet. Ihre Kenntnisse umfassen die Genomik, die Bioinformatik, die Biologie der RNA, die Neurowissenschaft sowie die Datenwissenschaft und deren Visualisierung. Ihre Forschungsinteressen konzentrieren sich auf die Entwicklung von Computermodellen und statistischen Methoden zur Interpretation komplexer Datenmengen sowie zur Beantwortung von biologischen Fragen im Zusammenhang mit humanen Störungen.
Lieblingsort: Die Burg von Saillon und die Brücke von Farinet.

In ihrem Labor im Idiap in Martigny sucht Raphaëlle Luisier nach einer wirksamen Behandlung der Charcot-Krankheit.

Die junge Frau hat sich zum Ziel gesetzt, eine Therapie zur Bekämpfung der amytrophen Lateralsklerose, kurz ALS, zu finden. Auch bekannt als die Charcot-Krankheit, handelt es sich um eine degenerative Erkrankung, welche die Motoneuronen befällt. Sie führt zur Schwächung der Muskeln bis hin zur Lähmung des Patienten. Zurzeit ist leider keine wirksame Behandlung bekannt. Aus dem Grund widmet Raphaëlle Luisier ihre Forschung diesem Thema. Schon von klein auf war die Forscherin von Wissenschaften und Zahlen fasziniert. Getrieben von ihrer Neugier, wendet sich die Frau aus Fully bald einmal der Wissenschaft und Forschung zu. In der eigentlichen Meinung, die wissenschaftliche Forschung wäre nur der Elite vorbehalten, entdeckt sie an der eidgenössischen technischen Hochschule in Lausanne die Freiheiten der wissenschaftlichen Forschung und schliesst in Australien ihren Master ab, wo sie zwischen Bioinformatik und touristischer Forschung  hin und her arbeitet. Nach ihrer Rückkehr erwirbt sie in Basel bei Novartis den Doktortitel in Bioinformatik, bevor sie schliesslich in London das Doktorat für Neurowissenschaften nachholt. Dort lernt sie ihren «wissenschaftlichen Partner» kennen. Mit ihm zusammen arbeitet sie im Bereich der neuronalen Zellen und den beiden gelingt eine kapitale Entdeckung in der Erkennung der Funktion der amytrophen Lateralsklerose. Tatsächlich sind sie die Ersten, welche die Störungen im Zusammenhang mit der RNA während der Bildung von motorischen Zellen erkennen, die für diese Krankheit verantwortlich sind, noch bevor sie ausbricht. Nach fünf Jahren in London verspüren die Forscherin und ihr Lebenspartner den Wunsch, ins Wallis zurückzukehren und dort zu arbeiten. Sie verfolgte regelmässig die Aktivitäten des Idiap und nutzte deshalb die Gelegenheit, dort eine Stelle anzutreten und sich in ihrem Heimatort niederzulassen. Seit nun bald zwei Jahren hat die inzwischen junge Mutter die Walliser Natur wiedergefunden, fährt mit dem Velo zur Arbeit und nimmt ihre beiden Kinder zu ihren Lieblingsspaziergängen mit. «Die Lebensqualität im Wallis ist einzigartig und ich freue mich auf den Walliser Herbst.» Ihr Wunsch ist die Schaffung einer eigenen Idiap-Identität, parallel zur Hochschule in Lausanne. Und sie ist erfreut darüber, dass die Walliser Politik in solche Innovationen investiert. Ihre Zukunft sieht sie im Idiap, wo sie ihr eigenes Labor einrichten möchte. Das Institut bietet ihr für ihre Forschungen die totale Freiheit, was Raphaëlle sehr zu schätzen weiss. Möchte sie sich doch ihre Unabhängigkeit bewahren.

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