Ilona

Ilona Thétaz

Vorname: Ilona
Nachname: Thétaz
Geburtsdatum: 26.09.1991
Herkunft: Altishofen, Kanton Luzern
Beruf: Landwirtin
Besonderheit: Sie baut Trauben an, stellt Naturweine her und züchtet Aprikosen. Ihr Hof «Ô Fâya Farm» in Combe Arrangée oberhalb von Saxon befindet sich seit Anfang 2021 in der Umstellung auf Biolandbau.
Lieblingsort: Umgeben von ihren Aprikosenbäumen und Tieren, trifft sie sich gerne mit Freunden auf ihrem Hof, um gemeinsam ein Essen und gute Weine zu geniessen. Vor allem die Petite Arvine, die sie besonders mag. Weil sie, wie sie sagt, «eine einzigartige Rebsorte voller Geheimnisse ist.»

Ilona Thétaz, eine moderne, traditionsverbundene Abenteurerin.

Es ist unmöglich, Ilona Thétaz in eine Schublade zu stecken. Hirtin, Winzerin, Weinhändlerin, Aprikosenzüchterin, Grafikdesignerin – die 30-jährige Luzernerin bezeichnet sich selbst als Abenteurerin. Ihr persönliches Abenteuer im Wallis begann 2010, als sie auf der Suche nach einem Job war, der mit der Natur zu tun hat und zu ihr passt. Als sie dann auf den Wein und dessen Anbau stiess, machte es bei ihr Klick. Sie entschied sich, in die grösste Weinbauregion der Schweiz mit aussergewöhnlich viel Sonnenschein zu ziehen, um sich in diesem Bereich ausbilden zu lassen. Nach mehreren Schulungen und einem ersten Job bei einem grossen Weinproduzenten, machte sie sich 2017 selbstständig. Die Geschichte beginnt mit einer Liebe auf den ersten Blick. Diese galt einem Bauernhof, der inmitten der Aprikosenplantagen in Combe Arrangée oberhalb von Saxon liegt. Sie erwarb ihn und begann mit Aprikosen, den symbolträchtigen Früchten des Wallis, zu arbeiten. Angefangen mit 5000 Quadratmetern, betreibt sie heute auf vier Hektar, also 40’000 Quadratmeter, Biolandbau. Nebst dem Anbau der Prinzessin des Walliser Obstgartens, bewirtschaftet sie auch drei Hektar Reben für die Herstellung von Naturweinen, die spezielle Namen wie «Tinpéta de Gamay», «Mirage d'arvine» und «Tsasse d'humagne» tragen. 2020 gründete sie trotz Coronakrise ihren Hof «Ô Fâya Farm», wo sie nun all ihre Tätigkeiten unter einem Dach bündeln kann. Übrigens: «Ô Fâya» kommt aus dem alten, französischen Walliser Patois und bedeutet Schaf. «In meinen Augen muss die Landwirtschaft ein geschlossener Kreislauf sein. Meine Schafe produzieren Mist, den ich dann in den Aprikosenplantagen und Weinbergen als Dünger wiederverwende. Ich begleite meine Tiere ihr Leben lang, bis zu ihrem Ende beim Metzger. Um einen rentablen Betrieb aufrechtzuerhalten, muss ich mich von anderen abheben», erklärt Ilona Thétaz. Ungeachtet ihres bereits grossen Engagements will die gebürtige Luzernerin nicht stehen bleiben. Im Gegenteil. Sie liebäugelt bereits damit, in Zukunft ein Restaurant zu eröffnen, wo sie Gäste empfangen und ihnen die Spezialitäten ihrer aussergewöhnlichen Farm, beispielsweise die Lammwurst mit Aprikosen, präsentieren möchte.

Sylvain

Sylvain Häderli

Vorname: Sylvain
Nachname: Häderli
Geburtsdatum: 21.07.1989
Herkunft: Genf
Beruf: Umweltingenieur und Leiter der Angebotsentwicklung MTB-/Enduro in Verbier.
Besonderheit: Der Wahlwalliser und diplomierte Swiss Cycling Guide unterrichtet seit 2016 junge Mountainbike-Rider in seiner Lieblingssportart.
Lieblingsort: Das Val de Bagnes mit seiner exzellenten MTB-Infrastruktur in spektakulärer Naturkulisse. Vom Pumptrack über den Bikepark bis hin zu Enduro-, Cross-Country- und E-Bike-Strecken ist für jeden Biker etwas dabei.

Die Kids Bike League – ein Tummelplatz für kleine Mountainbike-Rider.

Sylvain Häderli ist Genfer. Sein Herz schlägt aber für die Walliser Berge, die ihn vor mehr als 10 Jahren in ihren Bann gezogen haben. Von klein auf begeisteter Mountainbiker, arbeitete er mehrere Jahre als «Shaper» für einen der renommiertesten Bikeparks der Alpen: den Verbier Bike Park. Seit Januar 2020 ist er verantwortlich für die Angebotsentwicklung Mountainbike/Enduro in Verbier. Eine riesen Chance für den passionierten Biker, denn in Verbier ist im Sommer Mountainbiken was Skifahren im Winter. Seine Leidenschaft für den Bikesport teilt der Wahlwalliser mit jungen Mountainbikern. «Die Kids sind am motiviertesten. In Verbier gab es wohl einen Bike-Club für einheimische Kinder, aber es fehlte ein Angebot für unsere jüngsten Gäste. Zusammen mit der Schweizer Skischule in Verbier haben wir daher ein neues Angebot entwickelt». Ähnlich wie Kinderskikurse in einem Schneepark bietet die Kids Bike League Unterricht im sommerlichen Bikepark an.  «Letzten Sommer haben wir in sechs Wochen 197 Kinder unterrichtet», sagt Sylvain Häderli. Von Juli bis August betreuen diplomierte Swiss Cycling Guides Kinder im Alter von 3 bis 12 Jahren, eingeteilt in unterschiedliche Niveauklassen. Die Kurse sind auch eine prima Gelegenheit, den Jugendlichen ihre Rolle als Botschafter bewusst zu machen. «Wir erklären den Kindern die Verhaltensregeln, die sie zum Schutz der Natur, zu ihrer eigenen Sicherheit und schliesslich für ein optimales Nebeneinander der verschiedenen Wanderwegbenutzer einhalten müssen.» Nebst Brems- und Fahrtechnik wichtige Lektionen beim Lernen des Mountanbike-Einmaleins.

André

André Borschberg

Vorname: André
Name: Borschberg
Geburtsdatum: 13.12.1952
Herkunft: Zürich
Beruf: Mitbegründer des Walliser Start-ups H55, CEO und ehemaliger Pilot des Solarflugzeuges Solar Impulse.
Besonderheit: H55 ist das technologische Erbe des Projekts Solar Impulse, dem die erste Weltumrundung in einem Solarflugzeug gelungen ist. Es wird sich als eines der ersten Start-ups im neuen Innovationspark des Energypolis-Geländes niederlassen, der 2022 eröffnet wird.
Lieblingsort: Er ist begeistert von Zermatt und seiner authentischen und gastfreundlichen Bevölkerung. Im Herzen der Schweizer Alpen gelegen und von fast vierzig Viertausendern umgeben, strahlt der Ferienort für ihn eine mythische Energie aus.

Die Zukunft der nachhaltigen Luftfahrt liegt im Wallis und heisst H55.

Von Zürich nach Nyon, über die USA und Japan, hat sich der Berufspilot André Borschberg kürzlich in Lens, unweit des Ferienortes Crans-Montana, niedergelassen. «Die Nähe zur Natur und das sonnige Klima der Region tragen zu meinem persönlichen Ausgleich bei. Aus der Meditation, verbunden mit einem Spaziergang in dieser majestätischen alpinen Umgebung, schöpfe ich meine Energie und beruhige meine rastlosen Gedanken», erzählt der Mitbegründer des Start-ups H55. Das Spin-off von Solar Impuls bringt elektrische Antriebssysteme für die Luftfahrtindustrie hervor. Ziel ist es, die Klimabelastung durch Flugzeuge zu reduzieren sowie neue Lösungen für die Entwicklung leiserer und sicherer Maschinen zu entwickeln. Dass die Betreiber die Walliser Hauptstadt Sion als Firmensitz ausgewählt haben, ist kein Zufall. «Wir profitieren von der Nähe zu Energypolis, dem neuen gemeinsamen Campus der EPFL und der HES-SO Valais/Wallis, und von einem dynamischen und effizienten Netzwerk von kleinen und mittleren Unternehmen. Auch das Wetter ist dank aussergewöhnlich vieler Sonnenstunden ideal für Testflüge am Flughafen Sion», erklärt André Borschberg. Nicht nur für ihn ist das Wallis eine attraktive und anziehende Region, in der es sich gut leben und arbeiten lässt. «Unsere Ingenieure kommen aus der Schweiz, aber auch aus ganz Europa. Die unvergleichliche Lebensqualität, die das Wallis bietet, ist ein echter Vorteil für die Rekrutierung.»

In Zusammenarbeit mit zwei Unternehmen aus den USA und Kanada wird H55 das erste vollelektrische regionale Transportflugzeug der Welt mit seiner Batterietechnologie ausstatten. Die Vision des Unternehmens von einer kommerziellen Luftfahrt, die sauber, effizient und leise ist, zeichnet sich demnach für 2022 am Horizont ab.

Benno

Benno Baldo

Vorname: Benno
Nachname: Baldo
Geburtsdatum: 20.08.1953
Herkunft: Österreich und Italien  
Beruf: Direktor des Betriebs Pasta Destefano
Besonderheit: Das Unternehmen, das im November 2021 sein zehnjähriges Bestehen feiert, produziert frische Pasta mit Füllung. Die Teigwaren mit Walliser Produkten tragen das Label der Marke Wallis.
Lieblingsort: Dorfplätze wie beispielsweise in Sembrancher sind seine wahren Favoriten. Wie in Italien treffen sich die Leute dort mit Freunden, unterhalten sich und geniessen mittags einen Kaffee oder ein Glas Fendant zum Apéro. Auch sein Wohnort Hasel bei Termen, notabene das letzte Dorf vor dem Simplonpass und somit in der Nähe seiner italienischen Heimat, strahlt diese Gemütlichkeit aus.

Die frischen Teigwaren von Pasta Destefano – eine Mischung aus italienischem Know-how und Walliser Produkten. 

Benno Baldo lebte lange im norditalienischen Piemont und brachte das Know-how und eine Tradition aus seiner Region ins Wallis: Frische Pasta mit Füllung. In Kombination mit hervorragenden Produkten aus dem Wallis entsteht daraus schliesslich die Pasta Destefano. Mittlerweile produziert das Unternehmen mit Sitz in Eyholz bei Visp seit fast zehn Jahren gefüllte Teigwaren. Die Plin, im piemontesischen Dialekt Pinçon genannt, mit Raclette du Valais AOP oder Eringerfleisch, werden aus hundert Prozent Walliser Zutaten hergestellt. «Wir haben sehr gute Partner gefunden, die uns qualitativ hochwertige Produkte anbieten. Für die frische Pasta lassen wir sogar unseren eigenen Hartweizengriess in der Region Chablais produzieren.» Vom Grosshändler über den Privatverbraucher bis hin zur Spitzengastronomie in Zermatt und Verbier – die vielen Kunden des Unternehmens schätzen die Pasta Destefano aus lokalen, erstklassigen und saisonalen Produkten. Und solche gibt es im Wallis zuhauf, denn mit acht gelabelten Erzeugnissen verfügt der Kanton über die meisten AOP- und IGP-Produkte des Landes. AOP und IGP sind Qualitätslabel mit geschützten Ursprungsbezeichnungen oder geschützten geografischen Angaben.

Apropos geografische Angaben. Mit seinem Wohnsitz im Weiler Hasel bei Termen, dem letzten Dorf vor dem Simplonpass, hat sich Benno Baldo nicht zu weit von seinen italienischen Wurzeln entfernt. Es war ihm wichtig, in einem kleinen Dorf zu leben und sein Geschäft ausserhalb einer grossen Stadt auszubauen. «Sinnbildlich gesehen, sind die Seitentäler wie Kapillaren im menschlichen Körper. Wir vergessen manchmal, dass sie für die Zirkulation des Sauerstoffes im Blut genauso wichtig sind wie die Hauptschlagader.» Für die Zukunft plant Pasta Destefano, frische Teigwaren ohne Füllung mit hundert Prozent Walliser Hartweizengriess zu produzieren. Es wird also schon bald möglich sein, köstliche Farfalle und Pappardelle nach italienischer Art mit Walliser Geschmack zu geniessen.

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