Ben Walker

Ben Walkers Werke beglücken Mountainbiker.

Ben Walker ist ehemaliger Profi-Mountainbiker. Doch er ist vor allem ein Künstler. Seine Kunst? Er nutzt die Natur, die Wurzeln und den Boden, um Mountainbike-Downhill-Pisten zu gestalten. Seine Werke sind in Morgins und in Champéry zu bestaunen. Oder noch besser zu testen. Der 40-jährige Amerikaner ist dem Charme von Champéry verfallen und liess sich vor rund 15 Jahren im Wallis nieder. Er suchte lange nach dem perfekten Ort zum Leben. In der Region Dents du Midi hat er ihn schliesslich gefunden. Wir haben ihn getroffen und gefragt, was ihm an seiner Wahlheimat besonders gefällt.

«Ich fühlte mich sofort wohl und wusste in diesem Augenblick, die Suche hat ein Ende»

Ben Walker wurde in Tucson Arizona geboren. Nach dem Studium in Finanzwirtschaft in Colorado lebte er einige Zeit in Alaska, bevor er nach Costa Rica reiste, um zu surfen und über seine Zukunft nachzudenken. Dort lernte er seine Frau Corinne kennen, eine Schweizerin aus Oberbipp im Kanton Bern. Der Liebe wegen folgte er ihr nach Freiburg, wo sie studierte. Während seiner Ferien in Châtel (Frankreich), machte er sich eines Tages auf die Suche nach einem noch authentischeren Ort. Er stieg hinauf zum Pas-de-Morgins und fuhr dem Tal entlang weiter, bis er den Wald «Grand Paradis» entdeckte. Hier war es um ihn geschehen: «Da war dieses Moos auf den Bäumen - ich fühlte mich sofort wohl und wusste in diesem Augenblick, die Suche hat ein Ende. Hier werde ich leben. Jetzt muss ich nur noch eine Anstellung finden und die Sprache lernen. Werde ich nach einem Traumwohnort gefragt, liege ich mit Champéry nicht daneben.»

Pisten, auf denen sich Biker lebendig fühlen.

Ben fand in Champéry die Authentizität, nach der er suchte und liess sich dort 2004 mit seiner Frau nieder. Damals lernte er in diesem Walliser Ferienort lockere Menschen kennen mit einer ausgeprägten Lebensfreude, wie er sie sonst nirgendwo wahrnahm. Zudem stach ihm das Entwicklungspotenzial fürs Downhill-Biken ins Auge. «Viele Leute übten den Sport bereits auf sehr hohem Niveau aus, ohne gross darüber nachzudenken. Ich fand das genial. Das war es, wonach ich schon immer gesucht hatte. Alle arbeiteten hart und amüsierten sich in der Freizeit umso mehr. Ich habe diesen Lebensstil sofort gemocht!», erklärt er.

«Der Bikepark Champéry – Morgins ist eine Fabrik von Glücksgefühlen»

Seit Ben in Champéry lebt, engagiert er sich intensiv für den Mountainbike-Downhill-Sport und stellt der Region seine Expertise zur Verfügung. Der begeisterte Mountainbiker zeichnet den detaillierten Verlauf der Downhill-Tracks von Champéry und Morgins und führt eine Gruppe von Shapern. Er liebt es, Pisten zu gestalten, die Leute glücklich machen und ihnen ein Lachen entlocken. Der perfekte Track? «Kaum bist du ihn gefahren, willst du nochmals hoch, weil er dir ein Gefühl von Lebendigkeit vermittelt. Der Bikepark Champéry – Morgins ist eine Fabrik von Glücksgefühlen», sagt er stolz.

«Staycations» anstatt «vacations».

Seine Arbeit fühlt sich fast wie Ferien an. «Es ist eine unglaubliche Chance in meiner Branche zu arbeiten. Ich habe mir ein Traumleben geschaffen und fühle mich ununterbrochen wie in den Ferien. Das verdanke ich zu einem grossen Teil Champéry. Ich hatte so ein riesen Glück, diesen Ort zu finden.» Ein Ort, den er nicht verlassen will. Auch nicht um anderswo Ferien zu machen. Ben spricht daher nicht mehr von «vacations» sondern von «staycations», denn seine Ferien verbringt er am liebsten bei sich zuhause im Wallis.

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