Frühling 2022

Valentin

Valentin Lathion

Vorname: Valentin
Nachname: Lathion
Geburtsdatum: 23.08.1980
Herkunft: Nendaz
Beruf: Oberstleutnant der Schweizer Armee und Chef Logistik im Stab der Patrouille des Glaciers
Besonderheit: Valentin Lathion liebt die Berge und absolvierte bereits viermal die legendäre Patrouille des Glaciers. Er arbeitet seit mehreren Jahren in der Kaserne in Sion, wo er die Rekrutenschule leitet und die logistische Abwicklung des härtesten Teamwettkampfes der Welt vorbereitet.
Lieblingsort: Die Region rund um den Lac du Grand Désert in Nendaz

Von der sportlichen zur militärischen Herausforderung.
Valentin Lathion kümmert sich gekonnt um die Logistik der Patrouille des Glaciers.

Die Berge und der Skialpinismus gehören zu Valentin Lathions grossen Passionen. Kein Wunder also, dass das Wallis sein Lieblingsterrain und seit 2017 auch sein Arbeitsort ist. Zuvor war er in zahlreichen Kasernen in der Schweiz stationiert. Als die Schweizer Armee die Kaserne mit der Rekrutenschule in Sion wieder eröffnete, ergriff er diese Chance und kehrte ins Wallis zurück. Es war die perfekte Gelegenheit, seine Leidenschaft für die Berge mit jener fürs Militär zu verbinden. «Das Wallis ist ein Freizeitkanton und wenn man hier wohnt, fühlt man sich sozusagen immer ein bisschen wie in den Ferien», schwärmt Valentin. Seit über 20 Jahren verfolgt er eine Karriere im Berufsmilitär. Neben dem reibungslosen Ablauf der Rekrutenschulen, kümmert er sich vor allem um die Logistik der Patrouille des Glaciers – ein Skitourenrennen, das ihm besonders am Herzen liegt.

Valentin ist bestens mit diesem Wettkampf vertraut. Viermal überquerte er die Ziellinie in Verbier. Dieses Jahr trägt er mit seinen Qualitäten und seinem Können jedoch nicht als Teilnehmer, sondern als Chef Logistik zum Erfolg des Rennens bei. Seit 2019 hat er sich dieser neuen beruflichen Herausforderung vollkommen verschrieben. Er kennt die Schwierigkeiten der Strecke, die Unberechenbarkeit des Wetters und den unheimlich grossen Arbeitsaufwand, den das Rennen mit sich bringt. Die Arbeit im Team ist mit ein Grund, weshalb Valentin zur Armee gegangen ist und dort seine Ausbildung absolviert hat. Für die Patrouille des Glaciers zu arbeiten war zwar nicht primär sein Ziel, aber wer kann zu diesem legendären Gebirgswettkampf schon Nein sagen? Valentin schätzt die Geschichte und das militärische Erbe dieses Rennens, welches sich in sein Herz gemeisselt hat.

Da dieser Event alle zwei Jahre erfolgt, sind Rhythmus und Arbeitsaufwand in geraden und ungeraden Jahren unterschiedlich. In ungeraden, in denen die PdG nicht stattfindet, nimmt Valentin an den Arbeitswochen des Stabs teil. Diese intensive Zeit dient der Konzeption und Planung der militärischen Operation. Die geraden Jahre sind der operativen Phase gewidmet. Während die Rennen in einer einzigen Woche vonstattengehen, dauert die logistische Vorbereitung von der Aufbauphase bis hin zur Durchführung acht Wochen. Das Wetter und die Bedingungen im Hochgebirge stellen das Militär immer wieder vor neue Herausforderungen. Diese Wochen sind deshalb besonders intensiv und anstrengend. Sie sind geprägt von starken Emotionen, aber auch von einer hohen Arbeitsbelastung. Zwei Monate vor der PdG arbeitet Valentin sieben Tage die Woche von 6 bis 22 Uhr. Die Schweizer Armee leitet diese grosse Operation und bietet für den reibungslosen Ablauf des Wettkampfes über 1600 Armeeangehörige auf. Valentin Lathion ist stolz, Teil davon zu sein. In diesem Jahr wird er die Patrouille des Glaciers zum ersten Mal sowohl auf der Rennstrecke als auch aus dem Hauptquartier in Sion miterleben.

Sie möchten mehr über Valentin Lathion und den Mythos der Patrouille des Glaciers erfahren? Dann folgen Sie dem «Echo üsem Wallis».

Podcast nur auf Französisch verfügbar.