Hannelore

Hannelore Tsokhim-Bumann

Vorname: Hannelore
Nachname: Tsokhim-Bumann
Geburtsdatum: 18.02.1962
Herkunft: Stalden
Beruf: Bäuerin und Besitzerin des Restaurants Godswärgjistubu
Besonderheit: Das Restaurant Godswärgjistubu wurde mit dem Label «Walliser Köstlichkeiten» ausgezeichnet, welches an Restaurants vergeben wird, die regionale und authentische Gerichte hervorheben möchten.
Lieblingsort: Albinen

Im Restaurant Godswärgjistubu variiert die Speisekarte je nach Jahreszeit - vom Garten auf den Teller.

In Albinen, zwischen zwei engen Gassen, die für dieses Oberwalliser Dorf typisch sind, steht ein Bauwerk aus dem Jahr 1636. Hannelore Tsokhim-Bumann und ihr Mann Sasha verliebten sich in dieses und entschlossen sich 2003 zu dessen Kauf. Das Bauernhaus wurde zunächst unter Beibehaltung des Charmes und der Strukturen von einst renoviert und dann in ein Restaurant umgewandelt. Das Restaurant Godswärgjistubu öffnet seine Türen am 1. Dezember 2005 mit Hannelore in der Küche und als Bedienung. Ihr Mann und ihre Familie unterstützen sie, wenn es viele Kunden gibt. Die Speisekarte des Restaurants in Albinen variiert je nach Jahreszeit und basiert auf den in der Region und im Gemüsegarten verfügbaren Lebensmitteln. «Als Bäuerin dachte ich, dass, wenn wir unsere eigenen Produkte im eigenen Garten anbauen, wir diese auch essen und verkaufen könnten», erzählt Hannelore. So kam es zu einer Rückkehr zu den Wurzeln und zu Grossmutters Rezepten. Lokal und saisonal essen, um dem Land und den Geschmäckern ihren Platz zurückzugeben. Dies ist der Schlüssel zum Erfolg des Restaurants Godswärgjistubu.

Buchs

Claude und Anne-Françoise Buchs

Vorname: Claude und Anne-Françoise
Nachname: Buchs
Geburtsdatum: 08.04.1963 und 18.11.1964
Herkunft: Sitten (Claude) und Vex & Saint-Luc (Anne-Françoise)
Beruf: Besitzer des Grand Hotels Bella Tola
Besonderheit: Eines der beiden Restaurants des Hotels, das à-la-carte-Restaurant «Chez Ida», ist seit drei Jahren mit 13 GaultMillau-Punkten ausgezeichnet.
Lieblingsort: Cabane de Moiry: eine einzigartige Landschaft und eine ganz besondere Energie. Beim Aufstieg zur Hütte wechselt man sogar den Kontinent, da man von der europäischen Platte auf die afrikanische Platte übergeht.

Im Bella Tola blicken wir auf 160 Jahre Geschichte zurück, wo warmes Holz und edle Textilien den Ton angeben.

Das Grand Hotel Bella Tola befindet sich in Saint-Luc im Val d'Anniviers. Auf 1655 m ü. M. spiegeln sich 160 Jahre Geschichte wider. Im Bella Tola erzählt jeder Salon, jedes Zimmer, jeder Winkel mit Originalstücken von der vergangenen Zeit. Anne-Françoise und Claude Buchs sind die Besitzer, Masterminds und Gastgeber seit nunmehr 24 Jahren. Heute trägt jedes winzige Detail genauso wie das grosse Ganze die Handschrift der Buchs, eines Paars mit Auftreten und Star-Appeal, wie man es so weit weg vom Glanz der Städte nicht erwartet. «Ich hatte mein Herz schon lange vor unserem Einzug hier ans Bella Tola verloren», erzählt Anne-Françoise Buchs. «Ich kannte das Haus schon als Kind, meine Mutter stammt aus Saint-Luc. Mit zwanzig habe ich dann erstmals hier im Hotel gearbeitet. Schon da war ich schockverliebt.» Die nächste Schockverliebtheit galt dann Claude aus Sitten. Sie beruhte auf Gegenseitigkeit. Sie heirateten 1990 und beschlossen, sesshaft zu werden – und ihre eigenen Chefs im eigenen Hotel. Bei der nächstbesten Gelegenheit. Die ergab sich 1996. Der fünften Generation der Ponts, der Besitzerfamilie des Bella Tola, waren die Lust und der Schnauf ausgegangen, das einstige Grandhotel stand zum Verkauf. Die Buchs gingen zur Bank, griffen zu, zogen ein, packten an. «Kurz nach unserem Einzug hier beschlich mich manchmal das Gefühl, auf der ‹Titanic› eingecheckt zu haben», erinnert sich die Besitzerin. An Eleganz kann es das Bijou von Hotel inzwischen mit dem Luxusliner aufnehmen, nur nicht an Tragik. Im Gegenteil: Das Hotel schwamm bald auf einer Erfolgswelle. Schon 2001 wurde es zum «Historischen Hotel des Jahres» gekürt und das Engagement der Buchs belohnt.

Die Wiedereröffnung ist für den 19. Juni 2020 geplant.

Barbara

Barbara Wyssen-Leiggener

Vorname: Barbara
Nachname: Wyssen-Leiggener
Geburtsdatum: 05.12.1983
Herkunft: Ausserberg
Beruf: Hausfrau und Züchterin von Eringerkühen
Besonderheit: Das Oberwallis begann sich in den 1970er- und 1980er-Jahren für die Eringerkühe zu interessieren und beherbergt heute etwa 25 Prozent des kantonalen Viehbestands.
Lieblingsort: Die Alp Finnen oberhalb von Eggerberg. Die Zeit vergeht dort anders als anderswo.

Wer Wallis sagt, sagt Eringerkuh. Bei den Leiggeners ist die Zucht eine Familienangelegenheit.

Alles begann für Barbara Wyssen-Leiggener in dem Familienbetrieb in Ausserberg, einem kleinen, typischen Walliser Dorf unweit von Visp. Hier verbrachte sie die meiste Zeit ihrer Kindheit und entwickelte eine Leidenschaft für die Eringerkühe, die kräftigen, stämmigen Tiere mit einem sanften, anhänglichen Charakter. Diese unterscheiden sich stark von den Braunviehkühen, die man normalerweise auf Schweizer Weiden findet. Sie sind robuster, muskulöser und kämpferischer. «Eringerkühe leben in Herden und haben ihr ganz eigenes einzigartiges Ritual. Während des Aufalpens (dem Aufstieg zu den Alpen) kämpfen sie untereinander auf natürliche und instinktive Weise, um die für das Zusammenleben im Sommer notwendige Hierarchie festzulegen.» Barbara Wyssen-Leiggener beobachtet dieses Verhalten genau und entscheidet anhand dessen, welche Kuh für den Kampf in der Arena trainiert wird. Ziel ist die Teilnahme am Nationalen Finale der Eringerrase, einem einmaligen Ereignis im Wallis. Zusammen mit ihrem Vater und ihrem Bruder hält sie nun zwölf Tiere auf ihrem Betrieb in Ausserberg. Darunter die Eringerkuh Sina, die älteste Kuh der Zucht, vor allem aber die nationale Königin in der 3. Kategorie im Jahr 2017. Das Zauberrezept für Erfolg? Dieses wird natürlich nicht preisgegeben. Einzig die Hauptzutat verrät die junge Frau am Ende noch. Es sei das gegenseitige Vertrauen zwischen dem Züchter und seinem Tier.

Mikaël

Mikaël Magliocco

Vorname: Mikaël
Nachname: Magliocco
Geburtsdatum: 05.04.1983
Herkunft: Saint-Pierre-de-Clages
Beruf: Winzer
Besonderheit: Im Jahr 2020 erhält die Weinkellerei Daniel Magliocco et fils die Biozertifizierung und sieben Weine werden mit dem Label Marke Wallis ausgezeichnet.
Lieblingsort: Lumeire (lumière – Licht in Patois), ein kleines Paradies am Fusse des Sex de Grü in Chamoson, wo Mikaël gerne Kunden und Freunde zur Weinprobe und zum Weintrinken empfängt.

Die Kellerei Daniel Magliocco et fils ist biozertifiziert und trägt das Label Marke Wallis.

Der ursprünglich aus Saint-Pierre-de-Clages stammende Mikaël Magliocco ist seit seiner Kindheit in die Welt des Weines und der Weinreben eingetaucht. In die Fussstapfen seines Vaters Daniel, eines Weinbauern, zu treten, war daher offensichtlich. Für Mikaël ist die Weinrebe eine «unerschöpfliche Quelle der Forschung und eine anspruchsvolle Geliebte, die eine enorme Investition erfordert, um eine Frucht zu erhalten, die sich selbst ungekünstelt ergibt. Um von Regionalem sprechen zu können, dürfen wir ganz einfach keine Chemie einsetzen.» In diesem Sinne begann die Weinkellerei im Jahre 2018 mit ihrer Umorientierung und erhält zwei Jahre später, die Biozertifizierung. Letztere bedeutet für den jungen Winzer eine Suche nach Idealen und Qualität. Überraschenderweise ist dies auch eine Lösung zur Bekämpfung der Klimaerwärmung. «Ein Grasboden, im Gegensatz zu einem kahlen Boden, ist vier Grad kälter», erklärt er. Im Jahr 2020 sind ebenfalls sieben Weine mit dem Label Marke Wallis zertifiziert worden. Eine logische Entscheidung für Mikaël: «Die Marke repräsentiert Werte, mit welchen wir verwachsen sind. Wir können den Wein nicht von anderen ausgezeichneten Walliser Produkten wie Käse und Wurstwaren trennen.». Die Marke Wallis ist eine territoriale Marke, die das Wallis bei den Konsumenten und Gästen hervorhebt, aber auch ein Qualitätslabel, das Walliser Produkte zertifiziert. Eine Qualität, die sich im Erntejahr 2019 wiederfinden wird? Mikaël glaubt daran: «Im Sommer hat es viel Arbeit im Weinberg gekostet, es hat sich aber gelohnt. Die Weine sind präzise und frisch und die Gegend ist allgegenwärtig.»

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