Die schönsten Dörfer im Wallis

Die tief in die Seitentäler des Kantons eingebetteten traditionellen Walliser Dörfer haben ihren Charme aus vergangenen Tagen bewahrt. Alte, von der Sonne gebräunte Gebäude stehen als aussergewöhnliche Zeugen der Vergangenheit stolz neben mit Geranien geschmückten Chalets und gut erhaltenen Getreidespeichern. Tauchen Sie in diese Dörfer, die von dem Verein «Les plus beaux villages de Suisse» als «die schönsten Dörfer der Schweiz» klassifiziert wurden, erleben Sie ihre lebendigen Traditionen und tanken Sie Authentizität.

Albinen

Albinen

Das charmante Dorf Albinen liegt am Fusse der Gemmi und scheint sich an die sonnigen Hänge des Dalatals zu klammern. Enge gepflasterte Strässchen schlängeln sich zwischen den Raccards hindurch, den Speichern, die erhöht auf vier Säulen mit einem flachen Stein als Auflage ruhen. Die Chalets mit ihren Holzfassaden schmiegen sich an die duftenden Waldränder. Entdecken Sie das Wallis vergangener Zeiten bei einer Reise in die schöne Region Leukerbad und tauchen Sie ein in die Authentizität dieses kleinen Dorfes.

Evolène

Évolène

Évolène im Val d’Hérens ist ein wahres Postkartendorf, in dem das Wallis aus früheren Zeiten noch sehr präsent ist. Nicht selten trifft man die einheimische Bevölkerung in traditioneller Tracht an: brauner Anzug und Krawatte für die Herren, langes blaues Kleid, Haarknoten und Schürze für die Damen. Ein kulturelles Erbe, das ebenso wie die Fasnachtstraditionen und das Patois auch von den jüngeren Generationen noch gepflegt und gelebt wird.

Ernen

Ernen

Das im Goms gelegene Dorf Ernen scheint direkt aus einem Märchen entsprungen zu sein. Seine schöne Barockkirche mit dem Mauerwerkturm prägt das Dorfbild und fällt in dieser alpinen Landschaft aus Fels und Grün auf. In der Nähe der Chalets aus dem 15. Jahrhundert blickt der Brunnen, Zeuge eines reichen, fortbestehenden Kulturerbes, der verrinnenden Zeit zu. An die Fassade des berühmten Tellenhauses ist die Legende gemalt, die den Helden einer der Gründungsmythen der Schweiz darstellt: Willhelm Tell, der vom kaiserlichen Landvogt von Uri und Schwyz dazu verurteilt wurde, mit einer Armbrust auf den Apfel auf dem Kopf seines eigenen Sohnes zu schiessen. Lassen Sie sich auf dem Dorfplatz von Ernen vom Charme der Geschichte fesseln.

Grimentz

Grimentz

Mit einem Spaziergang durch die engen gepflasterten Gassen des zauberhaften Dorfes Grimentz fühlen Sie sich ins Wallis des letzten Jahrhunderts zurückversetzt. Eine hübsche Kirche mit einem Glockenturm, von der Sonne geschwärzte, aus Holz gebaute Mayens, mit Geranien geschmückte Balkone und hübsche Getreidespeicher: Grimentz zählt unbestritten zu den malerischsten Dörfern des Kantons. In diesem Kleinod wird nach wie vor die letzte Assemblage weisser Rebsorten aus der Rèze hergestellt, die sonst heute verschwunden ist. Probieren Sie ein Glas Vin des Glaciers und Sie werden den Mythos einer Tradition fühlen, die nur in Grimentz fortgeführt wird – einem Ort, wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.

Saillon

Saillon

Das mittelalterliche Dorf Saillon thront auf dem Gipfel eines Hügels hoch über dem Rhonetal. Sobald Sie durch das Stadtmauertor eintreten, entfaltet sich die Geschichte vor Ihren Augen. Von den Savoyern bis zum Bischof von Sion – Saillon war ein begehrter Ort. Davon zeugen auch die vielen Überbleibsel dieses goldenen Zeitalters, die Ihnen bei einem Spaziergang durch die gepflasterten Strässchen des Dorfes auffallen werden. Wandeln Sie auf den Spuren von Farinet, einem abenteuerlichen Geldfälscher, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lebte. Saillon hat ihm ein Museum, einen Weg, eine Hängebrücke und den kleinsten Weinberg der Welt gewidmet. Von der Rebe bis zum Gipfel – tauchen Sie in die Geschichte von Saillon ein, bevor Sie sich in seinen Thermalbädern entspannen.

Simplon-Dorf

Simplon Dorf

Simplon Dorf liegt nur einen Steinwurf vom Pass entfernt, der das Wallis mit dem Piemont verbindet. Es zeichnet sich durch seine besondere geografische Lage und seine architektonische Schönheit aus. Als historische Hochburg des grenzüberschreitenden Handels zwischen der Schweiz und Italien hat das auf 1476 Meter gelegene Dorf die Römer, die Stockalper, Napoleon I. und die Chorherren des Grossen St. Bernhard – deren Hospiz noch heute in Betrieb ist – vorbeiziehen sehen. Die Piazza des Dorfes, die von imposanten Steingebäuden umgeben ist, wurde von der Durchreise von Kaufleuten aus dem Piemont geprägt und zeigt noch heute die Spuren der Nähe zu unseren Verwandten auf der anderen Seite der Alpen. Auch wenn auf der Passstrasse die Pferdekutschen dem motorisierten Verkehr gewichen sind – der Kern von Simplon Dorf ist ursprünglich geblieben.

Ausgewählt vom Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder in der Schweiz von nationaler Bedeutung, zeichnen sich weitere Walliser Dörfer durch ihre architektonischen Qualitäten, ihre geografische Lage und ihr außergewöhnliches Erbe aus; wir laden Sie ein, diese echten Alpenschätze zu entdecken.

Binn

Binn

Das kleine Dorf Binn liegt im Binntal, einem schroffen Tal im Oberwallis, und birgt viele Schätze. Die Region ist besonders reich an Kristallen und Edelsteinen und hat sogar die Gunst von Winston Churchill gewonnen, der zur Erholung hierherkam. Der Bogen der römischen Brücke, die den Fluss Binna überspannt, wurde im 16. Jahrhundert erbaut und verbindet die beiden Teile des Dorfes. Auch architektonisch ist Binn interessant: Die verschiedenen Holzchalets liegen dicht neben dem im Belle-Époque-Stil erbauten Hotel Ofenhorn. Binn ist das ganze Jahr erreichbar und ein kleines Wanderparadies für Leute, die Stille und Ruhe in einer unvergleichlichen Berglandschaft suchen.

Chandolin

Chandolin

Das charmante Dörfchen Chandolin schmiegt sich an die sonnigen Hänge des Val d’Anniviers. Es liegt auf einer Höhe von fast 2000 Metern und scheint mit dem Himmel per Du zu sein. Der Ort bietet umgeben von der majestätischen Bergkulisse mit fünf Viertausendern einen Panoramablick auf die schönsten Alpengipfel. Die Chalets aus dunklem Holz und Naturstein bilden mit den jahrhundertealten Lärchenwäldern, die sie umgeben, eine perfekte Einheit. Chandolin ist ein kleines Paradies abseits vom Rummel der Städte. Es verzaubert seit jeher Kunstschaffende, Maler und Schriftsteller von überallher, die hier einen Ort der Inspiration finden.

Finhaut

Finhaut

Das im Trient-Tal gelegene Finhaut mit seinen Belle-Époque-Hotels und seiner himbeerroten Kirche heben sich von den Holzchalets der Nachbardörfer ab. Als Höhepunkt des Tourismus im Wallis scheint es, als ob die Zeit hier in diesem Dorf auf 1300 Meter Höhe stehen geblieben sei. Hier herrscht auch heute noch der Geist der Belle Époque, den Finhaut zu Beginn des 20. Jahrhunderts angenommen hatte, als es eine der wichtigsten Tourismusdestinationen im Wallis war. Finhaut lädt Sie dazu ein, die alten Zeiten bei einem naturnahen Ausflug auf den Spuren der früheren Reisenden hautnah zu erleben.

Niederwald

Niederwald

Niederwald liegt eingebettet in den regionalen Naturpark Binntal. Das Dorf scheint sich nicht verändert zu haben, seit der hier geborene Cäsar Ritz den Ort verliess, um sein eigenes Hotel-Imperium aufzubauen. Davon zeugt der Dorfbrunnen, auf dem eine prachtvolle Skulptur an ihn erinnert. Der berühmte Hotelier scheint über das kleine Dorf im Oberwallis zu wachen, dessen kulturelles und architektonisches Erbe zu den am besten erhaltenen im Wallis gehört. Wandeln Sie auf dem ihm gewidmeten Weg auf den Spuren dieser grossen Walliser Persönlichkeit und lassen Sie sich vom Charme der Ursprünglichkeit verführen.