Superfood

Schlemmen und gleichzeitig etwas für die Gesundheit tun – davon träumen wir alle. Glücklicherweise ist das Wallis reich an Superfoods.
Spargeln – eine Delikatesse, die guttut.
Die knackige Stange, die einem Zauberstab ähnelt, hat mehr als nur ein Ass im Ärmel. Spargeln sind ein wahres Kraftpaket an Vitaminen und Mineralstoffen, die für die einwandfreie Funktion unseres Körpers unerlässlich sind. Sie sind kalorienarm und – wie alle Gemüsesorten – reich an Ballaststoffen. Darüber hinaus unterstützen sie laut einer im West Indian Journal veröffentlichten Studie die natürliche Entgiftung des Körpers.
Ausserdem gehören Spargeln zu den Lebensmitteln mit einem besonders hohen Gehalt an Inulin. Diese präbiotische Faser fördert die Darmflora, verbessert die Aufnahme von Nährstoffen und stärkt das Immunsystem.

Und das ist längst nicht alles. Als Symbol für einen gesunden und genussvollen Lebensstil enthalten Spargeln mehrere phenolische Verbindungen mit antioxidativen Eigenschaften, die dazu beitragen können, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bestimmten Krebsarten und altersbedingten Beschwerden vorzubeugen.
Die Walliser Spargeln überzeugen auch kulinarisch. Ob klassisch mit Vinaigrette und Rohschinken oder neu interpretiert in kreativen Gerichten – etwa von Nachwuchstalent Gilles Varone – sie bieten zahlreiche Zubereitungsmöglichkeiten und sorgen immer wieder für Inspiration.

Ziger – der Baumeister unseres Körpers.
Regional, gesund und kalorienärmer als Ricotta, Mozzarella oder der korsische Brocciu –unser Alpziger ist eine hervorragende Alternative. Hergestellt aus Molke, liefert er 13 Gramm leicht verwertbares Eiweiss pro 100 Gramm, enthält lediglich 3 Gramm Fett und ist besonders gut bekömmlich. Als stärkendes Lebensmittel gibt er einem erschöpften oder genesenden Körper neue Kraft. Auch für Sportlerinnen und Sportler ist er bedeutsam, denn er unterstützt den Aufbau von Muskelprotein. Wie eine Studie von Agroscope zeigt, bleibt zudem ein Teil des Milchcalciums erhalten. Damit trägt der Ziger zur Gesundheit von Knochen und Zähnen bei.

Diese positiven Eigenschaften hebt auch Dr. med. Roger Darioli, emeritierter Professor der Universität Lausanne und Vizepräsident der Swiss Nutrition & Health Foundation, hervor. «Ziger aus der Milch von Kühen, die auf naturbelassenen Alpweiden ohne Dünger oder Pflanzenschutzmittel grasen, bietet zahlreiche Vorzüge für die Gesundheit. Er ist reich an hochwertigem Eiweiss, arm an gesättigten Fettsäuren und weist einen interessanten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren auf. Damit verdient dieses Alpprodukt seinen festen Platz in einer ausgewogenen Ernährung und verbindet kulinarischen Genuss mit gesundheitlichen Vorteilen.»
Kurz gesagt: Dieser Frischkäse liefert wichtige Bausteine für unseren Körper. Mit seinem Calcium und seinem hochwertigen Eiweiss trägt er zu einem gesunden Skelett bei.
In der Küche erweist sich Ziger als echtes Multitalent. Weder Joghurt noch Rahm und doch nicht ganz Käse: Das typische Alpprodukt ist mild, fein krümelig und nur leicht gesalzen. Pur genossen, mit etwas Fleur de Sel, frischen Kräutern und einem Schuss Rapsöl entfaltet er seinen feinen Geschmack. Er passt ebenso gut zum Picknick wie zum Apéro, ergänzt bunte Salate und gefüllte Tomaten und schmeckt auch gebraten oder von der Plancha.

Roggenbrot – sättigend und kalorienarm – ein wahres Krafpaket.
Als symbolträchtiger Bestandteil des alpinen kulinarischen Erbes verkörpert das Walliser Roggenbrot mit geschützter Ursprungsbezeichnung AOP Tradition und erfüllt gleichzeitig die Anforderungen einer gesunden Ernährung.
Chiasamen aus aller Welt? Nicht nötig. Das Walliser Roggenbrot AOP vereint jahrhundertealtes Wissen mit hervorragenden Nährwerten. Dieses runde Brot mit seiner leicht gewölbten Form und der charakteristisch aufgesprungenen Kruste zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Ballast- und Mineralstoffen sowie Spurenelementen aus. Bei gleichem Gewicht enthält es weniger Kalorien als Weissbrot und sorgt für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl. Der für die Herstellung verwendete Sauerteig fördert die Bildung von Milch- und Essigsäure, die zu seinem typischen, säuerlichen Geschmack und seiner Bekömmlichkeit beitragen.

Zahlreiche Studien bestätigen die positiven Auswirkungen von Roggenbrot. Insbesondere diejenigen der Universität Lund in Schweden haben gezeigt, dass der Verzehr von Roggenbrot aus Sauerteig die Blutzuckerreaktion und Insulinausschüttung nach einer Mahlzeit im Vergleich zu Weizenbrot deutlich senkt. Im «American Journal of Clinical Nutrition» veröffentlichte Forschungsergebnisse bringen Vollkornroggen mit einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes in Verbindung. Genetische Analysen deuten darauf hin, dass Roggen bestimmte Gene «deaktivieren» könnte, die mit chronischen Entzündungen und erhöhtem Cholesterinspiegel assoziiert sind.
Dr. med. Roger Darioli, emeritierter Professor an der Universität Lausanne und Vizepräsident der Swiss Nutrition & Health Foundation sagt:«Der gute Ruf des Walliser Roggenbrots mit geschützter Ursprungsbezeichnung AOP beruht auf seiner bemerkenswerten Haltbarkeitund ernährungsphysiologischen Eigenschaften, die mittlerweile wissenschaftlich umfassend belegt sind. Dieses seit 2000 mit dem AOP-Siegel ausgezeichnete Aushängeschild des Wallis verdient zweifellos einen Platz auf unseren Tischen – zu jedem Anlass. Es vereint Authentizität mit gesundheitlichem Mehrwert und ist ein Genuss, den man sich ohne Reue gönnen kann.»
Roggenbrot passt perfekt zu einem Walliser Teller und schmeckt hervorragend zu Dips, geräuchertem oder frischem Seefisch, Guacamole oder sogar zu frischem Obst.

Die Birne, ein süsser, saftiger Gaumenschmaus – keineswegs eine verbotene Frucht.
Es bleibt ein Rätsel, warum Eva ihr den Apfel vorzog. Mit ihren verführerischen, üppigen Rundungen ist die Birne eine verlockende Frucht. Und hinter ihrem verspielten Äusseren verbirgt diese Schönheit viele Vorzüge.
Süss, saftig und aromatisch verkörpert sie die sanfte Essenz des Herbsts. Dank ihres hohen Wassergehalts wirkt die Birne durstlöschend, hat lediglich 55 Kalorien pro 100 Gramm und sorgt gleichzeitig für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl. Sie enthält eine Reihe von Mineralstoffen und Spurenelementen – wertvolle Nährstoffe, die für unsere Gesundheit unerlässlich sind. Eine reife Birne liefert Vitamin E und C sowie Carotin, das wertvolle antioxidative Eigenschaften besitzt.
Sie ist reich an Ballaststoffen, trägt zu einer gesunden Darmfunktion bei, fördert die Ausscheidung von Harnsäure und stabilisiert den Blutdruck. Ihre Kohlenhydrate liefern dem Körper schnell verfügbare Energie. Wissenschaftliche Studien, unter anderem veröffentlicht in den Fachzeitschriften «Nutrients» und «European Journal of Nutrition», belegen die positiven Auswirkungen der Birne auf das Herz-Kreislauf-System, die Verdauung und den Stoffwechsel.

Für Dr. med. Roger Darioli, emeritierter Professor der Universität Lausanne und Vizepräsident der Swiss Nutrition & Health Foundation,sprechen unzählige Gründe für die Vielfalt der Walliser Birnen. «Als wertvolle Begleiterin für das Wohlbefinden überzeugt die heimische Birne mit zahlreichen gesundheitlichen Vorzügen. Sie unterstützt die Verdauung, wirkt auf natürliche Weise sättigend und stillt den Durst. Neben ihrer antioxidativen Wirkung trägt sie dazu bei, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken, indem sie sowohl den Blutdruck als auch den Cholesterinspiegel positiv beeinflusst. Doch auch der Genuss kommt nicht zu kurz. Jede Sorte überrascht mit zartschmelzenden Texturen und subtilen Aromen. Warum also nicht, ganz nach dem Vorbild des Apfels, ein neues Sprichwort etablieren. ‹Eine Birne am Tag erspart den Arztbesuch›?»
Bereits roh ist die Birne ein Genuss. Ihre ganzes Potenzial entfaltet sie jedoch in der Küche. Ob süss oder herzhaft, dank ihrer hervorragenden Lagerfähigkeit bereichert sie das ganze Jahr über zahlreiche Gerichte.

AOP steht für Qualität.
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