Walliser Raclette AOP

Léon – so die Legende – hiess der Walliser Winzer, der das Raclette erfunden hat. Er erwärmte an einem kalten Tag ein Stück Käse über dem offenen Holzfeuer, statt es roh zu essen. Damit war das urtypische Walliser Gericht geboren.
Der Käse ist im Wallis seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. nachgewiesen. Während der Römerzeit war der Alpkäse berühmt. Später wurde er häufig als Zahlungsmittel, als Arbeitsentgelt oder als Exportprodukt verwendet. Das Käseschmelzen war im Wallis bereits im Jahr 1574 bekannt.
Der Ausdruck Raclette kommt aus dem einheimischen französischen Dialekt (racler = schaben), ab 1874 wurde mit ihm auch der Käse offiziell benannt.
Noch heute verarbeiten die Walliser Käsereien Rohmilch nach einem altüberlieferten Rezept zum Besten und Authentischsten, was das Wallis zu bieten hat: dem Walliser Raclette AOP.