Ausstellung der Gotthardkantone

Das Wallis tritt zusammen mit den Expo-Partnerkantonen Tessin, Graubünden und Uri an der Weltausstellung 2015 in Mailand auf. Vorstellen wird sich das Wallis als attraktiver Standort mit überzeugenden touristischen, kulinarischen und kulturellen Angeboten sowie einer innovativen und weltoffenen Wirtschaft mit guten Rahmenbedingungen.
Valais/Wallis Promotion wurde vom Kanton Wallis mit der Koordination und Betreuung der verschiedenen Projekte im Rahmen der Expo Mailand 2015 beauftragt. Unter Einbindung von institutionellen und kommerziellen Partnern aus dem Kanton soll durch geeignete Massnahmen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Norditalien nachhaltig verstärkt werden.

Logo San Gottardo Padiglione Svizzero Expo Milano 2015
Ausstellung Suonen Schweizer Pavillon Expo Milano 2015

Ausstellungsraum San Gottardo

Als « Wasserschloss Europas » präsentieren die vier Gotthardkantone Wallis, Graubünden, Tessin und Uri an der EXPO Milano 2015 eine Ausstellung zum Thema Wasser. Ein sechs Meter langer und drei Meter breiter Granitblock stellt das Gotthardmassiv dar. Ein Wasserspiel mit nachgebauten Suonen und Informationstafeln zum Element Wasser in all seinen Formen involvieren die Besucher ins Geschehen am San Gottardo. Innerhalb dieser Thematik präsentiert jeder Kanton seine eigenen Schwerpunkte. Das Wallis widmet sich dabei den Gletschern, den Suonen und der Wasserenergie.

Der Ausstellungsraum San Gotthardo wird von der Netwerch AG, Brugg, gestaltet.

Ausstellung Suonen Schweizer Pavillon Expo Milano 2015

Von Wasser und Bergen

Als „Wasserschloss Europas“ haben die Gotthardkantone eine prägende Bedeutung für das europäische Wassersystem. Sie sind sowohl Wasserscheide als auch Wasserspeicher für grosse Teile unseres Kontinents. Als Quellgebiet der vier Flüsse Reuss, Rhein, Rhone und Ticino, mit den Schneemassen in den Bergen und dem gespeicherten Wasser in den Gletschern haben die Gotthardkantone eine zentrale Bedeutung im Hinblick auf die Lebensmittelsicherheit. Innerhalb der Gesamtthematik präsentiert jeder Kanton seine Schwerpunkte. Das Wallis widmet sich den Gletschern, den Suonen und der Wasserkraft.

Gletscher, Sommer, Wallis

Gletscher

Das Wallis ist der Schweizer Gletscherkanton schlechthin. Hier befinden sich die meisten und grössten Gletscher der Schweiz. So auch der Rhonegletscher. Aus seinen Eismassen entspringt die Rhone, die sich ihren Weg durchs Wallis bis zum Genfersee bahnt. Die hochalpinen Gletscherformationen, tiefe Eisspalten, riesige Moränen und wilde Gletscherbäche zeugen von der unglaublichen Kraft der Eisströme. Die gefrorenen Wasserreserven sind Zeugen vergangener Eiszeiten, die sich mit der Erderwärmung stetig zurückziehen. Ein Naturereignis, das es zu schützen gilt! Der majestätische Aletschgletscher ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes und ist noch heute das grösste Trinkwasser-Reservoir der Alpen.

Suone. Suonenkanal

Suonen

Suonen sind traditionelle Kanäle, welche die Täler im regenarmen Wallis seit Jahrhunderten mit Wasser versorgen. Zur Bewässerung ihrer Felder und Kulturen haben die Walliser Bauern Wasser aus den Gletscherbächen aus mehr als 10 km Entfernung über die Suonen ins Tal geführt. Die eindrücklichen Wasserkanäle durchqueren Schluchten, Felsvorsprünge und Wälder. Noch heute werden Teile dieser Systeme zur Bewässerung der Walliser Obstplantagen und Rebberge genutzt. Entlang der Suonen verlaufen heute ausgeschilderte Wanderwege, die den Besuchern das begleiten des Wassers vom Berg ins Tal ermöglichen.

Staudamm, Sommer, Wallis

Wasserkraft

Ein Drittel der schweizerischen Stromproduktion aus Wasserkraft stammt aus dem Wallis. Mit dem Schweizer Beschluss aus dem Atomstrom auszusteigen, verstärkt sich die Bedeutung der Wasserspeicherwerke. Der grösste Stausee der Schweiz, der Lac des Dix, nimmt das Schmelzwasser aus 35 Walliser Gletschern vom Mattertal bis zum Val d’Hérens auf. Die Grand Dixence ist mit ihren 285 Metern die zweithöchste Staumauer der Welt. Der Walliser Wasserkraftpark umfasst zudem die grossen Staubecken Mauvoisin, Mattmark, Emosson und Gougra. Aber auch die kleineren Stauseen sind für die einzelnen Gemeinden von grosser wirtschaftlicher Bedeutung. Viele der Seen lassen sich umwandern und bieten einen eindrücklichen Konterpart zu den natürlichen Bergseen der Walliser Alpen.